Blödsinnige Überschrift, will man meine. Doch genau wie diese Überschrift kommt mir auch manchmal das Pfandsystem vor in Deutschland.
Pfandsystem, jetzt ein Artikel darüber wo es doch schon vor zwei Jahren eingeführt wurde. Ja, trotzdem und vor allem deswegen will ich nun darüber schreiben.
Denn das Grundproblem, was ich an dem Pfandsystem sehe ist, das es auf der einen Seite zwar etwas gebracht hat, aber auf der anderen Seite nicht umbedingt das was ich mir unter einem Pfandsystem so vorstelle.
So habe ich selber regelmäßig pro Woche zwei bis drei Sixpacks im Umlauf der Einweggetränkeflaschen. Man soll schliesslich immer viel trinken, heisst es.
Doch sind es Einwegflaschen und keine Mehrwegflaschen, was für mich heisst, das diese nicht Wiederbefüllt werden, sondern entsorgt.
Wie und als was, das steht hier heute auch wieder auf einem anderen Blatt Papier. Ich bringe die in den Laden zurück und stecke die nicht mehr in die gelbe Tonne, welches ich nicht habe.
Eingeführt wurde das System, damit eigentlich die Mehrwegflaschen und das Mehrwegsystem wieder mehr genutzt wird.
Dem ist aber anscheinend immer noch nicht so. Hat nun das Einwegpfand gewonnen ?
Ich denke nicht, aber ich denke das die Pfandsystem immer noch weiter ausgedehnt werden müssen.
So habe ich an der Tankstelle mir eine Dose Kaffee gekauft, welche sogar aus Taiwan kommt.
Alleine das ist vom Umweltgedanken der größte Schwachsinn den es gibt, oder nicht ?
Da ist Kaffee in einer Dose im Regal welcher um die halbe Welt gefahren wird nur damit er in Deutschland dann konsumiert werden kann. Zubereitet in Taiwan, getrunken in Deutschland. Wo kann man da dann Geld einsparen wenn man den Kaffee in Taiwan kocht und abfüllt ?
Ich glaube die Transportkosten sind noch viel zu niedrig.
Gut, ich habe diesen Kaffee gekauft weil er günstiger war als jener von der Konkurrenz welche den Kaffee in Europa kocht und abfüllt und das noch in einer kleinen Kunststoffflasche.
Bemerkenswert aber finde ich an diesen beiden Produkten, das beide Verpackungen nicht unter den Dosen- oder Einwegpfand fallen.
Als ob eine Kaffeeweissbleichdose die Umwelt weniger belastet als eine Bierdose.
Sind beides Dosen,beide aus Metall,welches ewig in den Gebüschen der Wälder rumgammelt.
Hier gehört für mich eindeutig ein Pfandlogo drauf, ab in das System mit diesen Dosen.
Nebenbei,wer Kaffee in Blechdosen verpackt, der kann das auch in Tetrapaks machen.
Genauso bin ich der Meinung, das Weinflaschen und auch Schnapsflaschen in den Mehrwegkreislauf gehören.
Wieso ist hier der Wein ausgenommen, aber das Bier nicht ?
Nur weil das eine Kohlensäure hat und das andere nicht ?
Müll bleibt Müll, egal was vorher darin war.
Oder wird der geflegte Trinkgenuss gestört wenn auf der 12 Euro Weinflasche auf der Rückseite neben dem Barcode sich ein Pfandlogo befindet ?
Die Flaschen sehen ohne Etikett fast alle gleich aus, kommen wahrscheinlich sogar noch aus dem gleichen Werk. Oder aber es gibt hier ein einheitliches Flaschenmuster, oder sowas.
Da kann man dann doch direkt gleich diese Flaschen zu Mehrwegflachen machen.
Das ist gutes Glas, was hier in hoffentlich in die Altglascontainer wandert.
Warum also aus Alten Flaschen neue herstellen, für jede Abfüllung ? Man kann doch direkt diese Weinflaschen wiederbefüllen.
Oder ist das zuviel verlangt von der Weintrinkenden Gesellschaftsschicht ?

