Das sowas einem noch passieren kann.
Aber damit hätte man rechnen müssen, denn Subkulturen, und seien sie noch so groß, sind nicht immer was für Menschen die sich nicht damit auskennen, nicht was für Menschen die den Black Metal als das böse ansehen da dies gegen den christlichen Glauben geht.
Aber damit muss man im Endeffekt leben, das weiß ich schon seit dem ich mich selber für diese Musikrichtungen interessiere.
Doch damit gerechnet das man dafür ein wenig verspottet wird ist ungewöhnlich.

Hat der Metal Hammer, mit dem sich der Herr über mich belustigte eventuell selber ein wenig dazu beigetragen ?
Die neuste Ausgabe zum Beispiel wartet mit einer CD Beilage auf. Das kennen wir, auch das dort sich ein Poster im Heft befindet, doch 10 Buttons ?
Das hat ein wenig was von der Bravo.
Schön war aber mal an der ganzen Sache zu sehen was für eine Wirkung die bösen Maskenträger von Slipknot und die Satansbands mit ihrem Gesichtspainting für Menschen hat die sich überhaupt nicht mit so was beschäftigen.
Auch in der darauf folgenden Diskussion kamen wir nicht auf einen grünen Zweig das dies eben eine Subkultur ist, alles eine eigene Kultur, eine andere Welt als jene die die Menschen sonst so haben.
Eben nicht Popkultur, sondern Black Metal oder andere Metalrichtungen.
Man muss sich einfach vor Augen führen, auch wenn das Beispiel weit hergeholt ist, das in der katholischen Kirche auch eine Subkultur exestiert. Oder wie sind die ganzen Verkleidungen dort zu erklären, die lustigen Uniformen der Schweizer Garden und die Kutten der Mönche ?
Das ist eben nicht die Kultur und Kleidung der Allgemeinheit der Bevölkerung.
Eine Subkultur mit eigenen Bräuchen, so komisch sie auch sein mögen.
Darum geht es vielleicht auch, das hier zwei Kulturen aufeinandertreffen, wobei ich den Metal Hammer schon nah am Mainstream einordnen würde.
Doch wenn nun eine Welt, die noch im Glauben der Religion und den Wurzeln der Rockmusik der siebziger verwurzelt ist auf die Welt des Metal mit seinen Facetten trifft, dann scheint dies nicht mehr zu funktionieren.
Gut, ich kann nachvollziehen das man manche Bands lustig findet. Slipknot mit ihren Masken, die Black Metal Bands mit ihren Weltanschauungen und ihrer Schminke.
Symbole, Farben und Gesten, die sind dann doch nicht mehr so in der Welt des Mainstreams bekannt, manchmal vielleicht geführchtet.
Was ich aber besonders interessant fand war der Umstand das hier zwei Welten aufeinandertreffen die sich selber als normal bezeichnen.
Mir ist es persönlich egal ob irgendwer über die Bands und die Szenen die mich interessieren lacht.
Ich gebe selber nicht so viel auf die Szenen und deren gehabe.
Ob ich nun Oi! mag und zu einem Konzert gehe, zu einem Punkkonzert oder eben auf eine Metalveranstaltung, ich kann mich wohlfühlen, auch wenn ich nicht den Normen dort entspreche.
Bisher wurde ich auf einem Oi! Konzert noch nicht angepöpelt weil ich lange Haare anstelle einer Glatze habe.
Zurück zum Clash der Kulturen. Ich nehme die Szenen selber nicht ganz so ernst, auch wenn ich sie so nehme wie sie sind.
Mir ist es egal wie sich jemand gibt und kleidet, meistens jedenfalls.
Vieles finde ich einfach auch nur faszinierend und bewundere manches davon, auch wenn ich es selber nicht für mich haben möchte.
Aber das bei vielen die Einsicht fehlt das andere Menschen anders Leben, einfach anders sind und anders sein wollen, das scheint noch nicht überall angekommen zu sein und dann wird über die “anderen” halt gelacht.
Genauso gut könnte ich mich in eine Kirche stellen und die Menschen darin auslachen, doch mache ich dies nicht.
Jedem seinen Weg im Leben. Der eine findet sein Glück in einer Religion und der andere in einer Musikszene oder Musikrichtung, deswegen muss man aber nicht einander auslachen.
Vor allem aber nicht wenn man selber nicht angegriffen werden möchte, was dann am Ende böse enden könnte.
