Wie neue Weblogs entstehen kann man sich sicher vorstellen.
Irgendwer hat eine Idee, Lust und Laune eines zu machen und informiert sich darüber und macht es dann einfach.
Webspace besorgen, eine Domain und die passende Software und los geht es.
Alles einrichten, angucken und ein bisschen dran schrauben bis das alles einem gefällt und los.
Also schreiben, den ersten Artikel, den zweiten, den dritten.
Wundern das keiner Kommentiert. Wie auch, noch kennt keiner dieses Blog.
Also auf anderen Webseiten und Blogs kommentieren, alle Wege nutzen um sich ein wenig bekannter zu machen und los gehts.
Irgendwann kommen die ersten Kommentare, die ersten Fans und Stammleser.
Manche bleiben, andere gehen und wieder neue kommen hinzu.
Es ist sowas wie Freunde, oder zumindestens Bekannte die man dort bei sich hat und um die man sich ein wenig kümmert, deren Kommentare beantwortet und so kleine Gespräche im Blog, vielleicht noch auf Twitter oder in einem Chat führt.
Doch was ist wenn der Tag kommt an dem man keine Lust mehr hat, oder beschliesst sein Blog zu beenden, ein neues Hobby gefunden hat oder warum auch immer den Laden einfach zumacht ?
Meistens ist so ein Blog eine Ego-Sache, also nur ein Autor dran beteidigt und kein Team.
Somit heisst dies aber auch das die ganze Sache beendet ist wenn einer aussteigt.
Bei gemeinschaftlichen Projekten, wie eine kleine Spiele- oder Musikseite oder sowas kann man entweder als Co-Autor aussteigen oder den Blog an einem Interessierten aus dem Team einfach übergeben.
Aber wohin mit einem Soloblog, einer Ein-Mann-Show ?
Meistens wurden in so einer Sache auch Dinge geschrieben die man nicht einfach jemanden geben möchte.
Wie zieht man sich nun gekommt aus der Bloggerwelt zurück ?
Der härteste Weg ist sicher der das man einfach alles löscht und fertig.
Keine Stellungsnahme, keine weiteren Infos, einfach ausmachen und löschen wie bei einem Computerspiel das man durchgespielt hat.
Das kann man sicher machen, ist nur nicht die feine Art denn man sollte hier auch ein wenig an seine Leser/innen denken die einem gefolgt sind, die einem gelesen haben und denen das was man schreibt und schrieb am Herzen lag, sie es mochten, denn ansonsten hätten sie es nicht gelesen und kommentiert.
Da ist dann eine der weiteren Ideen eine nette, denn hier werden die Leser/innen in das Dahinscheiden des Blogs mit einbezogen.

Man könnte zum Beispiel einen Beitrag schreiben in dem man Verkündet das man aufhören möchte und wird.
So wissen zum einen alle Bescheid was los ist und können eventuell, so fern man den Kommentarbereich freigeschaltet lässt hier noch mal einen Gruß hinterlassen.
Das ist sicher die netteste Variante, die man machen könnte.
Am Ende muss man sich dann nur noch entscheiden ob man das bisher gemachte online lässt was ein wenig Geld meistens kostet und auch am besten noch mit Updates versorgt werden muss, oder ob man sein Blog dann nach einiger Zeit, wenn die Besucherzahlen nachlassen und man sich sicher ist das es keinen mehr Interessiert einfach vom Netz nimmt und löscht.
Die letzte Variante die mir so einfällt ist die, das man sein Blog langsam einfach auslaufen lässt.
Es werden immer weniger Artikel die man schreibt. Die Abstände zwischen den Artikel werden größer.
Wenn man einen Rythmus hatte von jeden Tag eine Meldung dann macht man die Abstände größer.
Bis irgendwann nur noch wöchentlich was kommt oder seltener.
Irgendwann interessiert es dann keinen mehr was man macht und die Leser springen ab.
Oder man lässt es irgendwann einfach sein mit dem Schreiben und gut ist die Sache.
Am fairsten wäre immer noch eine Stellungnahme was nun los ist, doch wenn irgendwann nichts mehr kommt kann sich wiederrum jeder selber denken das hier nichts mehr los ist.
Das ist sicher eine nette Sache um einen Blog in die Pause zu schicken, wenn man selber nicht mehr weiß wie man weitermachen will, ob man es beenden oder irgendwann wieder aufnehmen möchte mit dem Blog.
Eine weitere Variante wäre das man sein Blog oder Webseite einfach in den Wartungsmodus versetzt.
So spart man sich die Arbeit das man weiterhin Kommentare moderieren muss und hat, wie in der Variante des Auslaufen lassens ebenfalls sein Blog erstmal auf Eis gelegt aber noch nicht gelöscht.
Hier kann man dann noch eine Statusmeldung unterbringen und damit den interessierten Besucher/innen mitteilen das die Webseite gerade eine Pause macht.
Dann kann man wiederrum immer noch entscheiden wie es mit der ganzen Sache weitergehen wird, ob man löschen möchte oder nicht.
Warum nun aber diesen Artikel hier über das Ende der Blogs ?
Es interessiert mich einfach wie man es beendet und wie es am besten Fair aussehen könnte.
Ich bin mir ziemlich sicher das es den Tonnendreher in den nächsten Jahren nicht mehr geben wird.
Es wird andere Dinge geben die ich machen möchte und auch andere Hobbys oder Möglichkeiten der Zeitverschwendung.
Hierdrauf werde ich noch ein andermal eingehen, doch bin ich mir sicher das viel der Webseiten in zehn Jahren nicht mehr betrieben werden.
So interessiert es mich wie man dann geht, wie die Sache beendet wird die man erschaffen hat.
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