Zeitungsschnipsel
Alle drei trugen Bundschuhe
25. Feb
Die Berichterstattung in den Medien über Selbstmorde sind immer wieder verwunderlich.
Ebenso verwunderlich wie ein Selbstmord es anscheinend ebenfalls ist.
Was hat zum Beispiel die Wahl der Kleidung und die Wahl der gehörten Musik mit der Wahl zum Freitod gemeinsam ?
Kann man hier etwas voneinander ableiten, ebenso wie bei den Amokläufen oder soll es nur die Opfer irgendwie personalisieren, die Tat irgendwie erklären, weil sie sonst nicht zu greifen ist ?
Wenn interessiert bei einem Selbstmord zum Beispiel die Tatsache das die Opfer gerne schwarze Kleidung trugen und Gothic hörten ?
M[...] hatte sich die Haare schwarz gefärbt und sich schwarz gekleidet
Ja, da hat nun einer den Hang zur Farbe Schwarz gehabt. Habe ich ebenfalls. Schwarz sieht klasse aus, bedeutet aber nicht umbedingt das man sich deshalb selber richten muss.
Da besteht für mich kein direkter Zusammenhang. Herr Enke trug die Haare zum Beispiel nicht schwarz gefärbt, wählte aber trotzdem den Tod.
Freunde beschreiben M[...], M[...] und H[...] als „krasse Typen“, die gern Hardrock-Musik hörten und sich in den letzten Wochen stark verändert hatten.
Da liegt doch der Punkt, sie haben sich verändert. Vielleicht hätte an dieser Stelle jemand aufpassen sollen/können. Aber es liegt nicht an der Kleidung, an der Musik und nicht an gefärbten Haaren.
M[...] und seine beiden Freunde waren offensichtlich Anhänger der Gothic-Szene.
Musik kann vielleicht etwas unterstützen, man kann sich damit ausdrücken. Mit der Musik, in der Musik.
Aber das hat genauso viel Aussagekraft für mich wie die Tatsache das sie Anhänger von dem und jenen Fußballverein seien und ihr Konto bei dieser oder jener Bank hätten.
Woher kommt es nun das versucht wird hierüber irgendwas zu beschreiben und zu erklären ?
Liegt es wirklich darin das man die Tat nicht fassen kann und einen Grund sucht, einen offensichtlichen oder versucht man einfach die Personen irgendwie darzustellen ?
Als Erklärung reicht mir aber nicht aus das sie Gothic hörten und deren Kleidungstil ebenfalls nicht, denn wenn dem so wäre, das ein Grund für einen Suizid wäre dann wären die Metalsubgenres allesamt so gut wie ausgestorben.
Namenskürzungen in den Zitaten von mir. Zitatquellen Express Online
Bildquelle: aboutpixel.de / Der Stiefel © Uwe Minuth
Öl im Po
24. Feb
Es geht nichts über tolle Überschriften.
Die ziehen Leser, erzeugen Besucher und alles mit einer Naturkatastrophe, was will man also mehr ?
Es ist nichts daran gelogen oder erfunden, alles wahr und echt.
Aber Wortspiele müssen sein und so muss man einfach zugreifen wenn sie sich einem bieten.
Wobei, der Artikel hierzu im Express sagt eigentlich was anderes aus.
Auf dem Lambro, einem etwa 130 Kilometer langen Po-Zufluss, schwimmt die klebrige giftige Ölschicht.
Also doch kein Öl im Po, nur auf dem Weg dorthin.
Preiskracher der Woche
12. Feb
Betrunkener ist betrunken
24. Dez
Ach ja, das ist doch mal wieder eine herrliche Überschrift die ich hier gefunden habe.
Doppel hält besser, oder so.
Gefunden im Express auf der Startseite und hier
Darum ist Schalke also knapp bei Kasse
18. Nov
Der eine oder andere wird es sicherlich gehört haben. Schalke 04 ist irgendwie knapp mit dem Geld, oder sowas in der Richtung.
Wenn man dem Express glauben schenken mag ist das sicher nicht verwunderlich bei den Baukosten für die Arena auf Schalke.
Für das Geld bauen andere Städte nicht nur eine sondern viele Arenen, wenn es sein muss, oder machen noch ganz viele andere tolle Sachen mit so viel Geld.
Herhebung in grün von mir.
Die immensen Baukosten in Höhe von 191.000 Millionen Euro sind mit ein Grund, warum Schalke heute finanziell so schlecht da steht.
Da hoffe ich einfach mal das sich hier jemand mit den Zahlen vertan haben mag und die Wikipedia mit nur 191 Millionen Euro Baukosten für das Stadion richtiger liegt.
Ob ich nun den Wikipedia Artikel ändern sollte ?
Steht ja hier das der Baupreis viel höher war.
Schienensuizid
12. Nov
Unter Journalisten hat sich in Deutschland ein Pressekodex etabliert, zurückhaltend über Schienensuizide zu berichten. In der Vergangenheit war eine Häufung dieser Suizidform nach erfolgter Berichterstattung über einen Schienensuizid aufgetreten. In diesem Zusammenhang wird vom Werther-Effekt gesprochen.[6][7] Gegenüber Reisenden werden suizidbedingte Verspätungen unter anderem mit Formulierungen wie einem „Personenunfall“, „Personenschaden“ oder einem „Notarzteinsatz am Gleis“ begründet – der Schienensuizid wird bahnintern in der Regel als Personenunfall (PU) geführt. Dieser Begriff umfasst aber auch Unfälle aus anderen Ursachen, wie verbotenem Betreten von Gleisen oder Tötungsdelikten. In der Wiener U-Bahn wird in Tonbandansagen der Terminus „Erkrankung eines Fahrgasts“ verwendet.
Aus der Wikipedia im Artikel über Schienensuizid
Ich mein ja nur, man hätte sicher ein wenig dezenter mit der ganzen gerade aktuellen Geschichte umgehen können.
aboutpixel.de rusty © Heinz Randolf Rudolf Egalmann
Der Tod in den Medien
12. Nov
Da stirbt ein Mensch der einen gewissen Bekanntheitsgrad vorzuweisen hat durch Freitod. Eine Person, die nur wenig älter als der Autor dieses Blogs ist.
Gut, die Person ist berühmt und beliebt gewesen, ist es immer noch.
Die ganze Sache kam überraschend, für viele, auch wenn mich selber diese Person recht wenig interessiert hat, jedenfalls vor seinen Tod.
Nach dem sterben des Menschens wurde durch die Medien der Tod und die Tragik mir einfach aufgezwungen.
Ich wollte nichts drüber schreiben, werde mich auch nun zurückhalten, denn erstens kenne ich die Person die den Freitod gewählt hat nicht und zweitens sind auch noch andere Dinge in der Welt passiert.
Mich stört es nicht wenn jemand den Freitod wählt, aus welchem Grund auch immer er dies macht.
Sowas ist ein großer und wichtiger Schritt. Ich hoffe nur er war wohlüberlegt, dieser Schritt.
1994, die etwas älteren werden sich vielleicht noch erinnern, da hat schon einmal jemand den Freitod gewählt. Er ist nicht einmal dreissig Jahre alt geworden.
Aber ich erinnere mich noch daran wie dort die Medien versucht haben drüber zu berichten ohne eine Sensation draus zu machen die soweit geht das der Freitod andere animieren könnte zu folgen.
Ich meine, soweit ich das aufnehmen konnte, das versucht wurde drüber zu berichten und dabei sachlich zu bleiben.
Die Sachlichkeit, die ist es, die mir in diesem, zwar überraschenden aber passierten Freitod, bei den Medien fehlt.
Jemand berühmtes hat sich also umgebracht, seinem Leben ein Ende gesetzt, dazu eine Eisenbahn genutzt.
Trauer ist in Ordnung, Mitgefühl ebenso.
Aber im Halbstundentakt neue Nachrichten raushauen, immer weiter die Geschichte schüren, Berichten um des berichtens Willen, das ist doch einfach nur noch Geschmacklos.
Keine 24 Stunden nach dem Ableben der Person schon eine Pressekonferenz geben, soweit dies auch zur Aufklärung der Sache beitragen kann, so ist dies auch ein wenig komisch. Ein öffentlicher Brief hätte es auch getan.
Aber die Medienmaschine muss laufen, muss funktionieren.
Klar, jeder hat seine eigene Art und Weise mit dem Tod umzugehen.
Auf jeden Fall fehlt mir aber in den Medien, die im halbstundentakt versuchen irgendwas neues zu bringen, irgendein Gedenken oder Erinnerung oder irgendwas für den Zugführer der Eisenbahn.
Nein da werden dann lieber Fotos gezeigt wie vom Ort des Todes das Auto des Toten abtransportiert wird.
Bis an wenigen Stellen habe ich nichts darüber gelesen. Refu hat diesen Aspekt mit eingebracht, Basti vom Magdeblog auf seine Weise ebenfalls.
Am besten ist die Orgie der Medien in diesem Fall aber bei Stefan Niggemeier nachzulesen.
Dort habe ich auch den überhaupt besten Bericht gefunden, der in den 11Freunden veröffentlicht wurde. Wunderbar geschrieben.
Der sagt mehr über den Zustand der ganzen Medienwelt aus, als ich es hier je könnte.
Ebenfalls einen kleinen Bericht hat der Milchjunkie verfasst über das Medienereigniss.
Aufarbeitung und Berichterstattung über einen Todesfall einer bekannten Person des öffentlichen Lebens ist schon in Ordnung, was mich stört ist eben nur die Einseitigkeit und die Art und Weise wie darüber berichtet wird.
Wofür in aller Welt benötigt man eine Klickstrecke des Tatortes ?
Ich habe sie mir zwar angesehen, doch nutzen für das Wissen hat es irgendwie keinen gehabt.
Bildquelle: aboutpixel.de / Frauenstatue © Tiberius K.
Aaachen ?
06. Nov
Schreibfehler können immer und jeden mal passieren. Aber Aachen mit drei A, ist das die neue Rechtschreibung oder sowas ?
Gefunden im Express Online
Interessante Antwortmöglichkeiten
08. Okt
Interessant, wie die Buttons, oder wie sich die kleinen Felder nennen die man ankreuzen kann, in diesem Test in der Sueddeutschen.de so anordnen.
Ob das nur in meinem Browser gerade so ist, oder ob das eventuell so sein soll, weil dieser Test sich um Alkohol dreht und somit das gewisse Feeling erzeugen will, weiß ich leider nicht.
Im Internet Explorer Nummer 6 sind an dieser Stelle 5 Felder zu sehen die man ankreuzen kann, aber nur drei Antworten hingeschrieben.
Somit könnte man bei diesem Test also zwei Blankoantworten abgeben.
Tageszeitungen
23. Aug
Kennt noch jemand diese Tageszeitungen, diese Nachrichtenblätter aus und auf Papier ?
Ich muss sagen, die machen eine riesige Menge Papiermüll, wenn man die regelmäßig liest.
Ferner stehen dort viele Dinge drin die mich einfach nicht interessieren, vieles was mir unwichtig ist, dafür fehlt vieles, vor allem der Überblick den man sich selber im Internet mit den Zeitungen zusammenstellen kann.
Wo bleibt die Meinungsfreiheit ? – Sich ausreichend Informieren kann man dann nur wenn man mehrere Zeitungen liest, das ist bei Printausgaben recht umständlich und vor allem teuer.
Es könnte so viele Möglichkeiten geben mit denen man sich trotz Zeitungen noch so richtig informieren könnte.
Es könnte vieles geben, doch das alles gibt es nicht.
Echte Zeitungen sind schon angenehmer zu lesen als die Onlineausgaben, aber selber ausdrucken ist auch irgendwie nichts was wirklich Sinn macht, denn ich werde nicht alle Zeitungen durchforsten morgens vor der Arbeit und mir die Interessanten Teile dann für die Arbeit auszudrucken.
Ich will viele Informationen, ich will sie haben, aktuell und zum mitnehmen, aber ich will nicht alles.
Ich brauche keine Immobilienwerbung wenn ich keine Wohnung suche, warum sollte ich die dann kaufen und mir mir herumschleppen und dann auch noch entsorgen müssen ?
Mich interessiert auch in keinster Weise die Formel Eins, oder sonstige komischen Sportarten, warum sollte ich darüber Berichte kaufen und ungelesen wegwerfen ?
Dafür interessiert mich aber Politik und das von verschiedenen Standpunkten aus damit ich meinen eigenen Mittelwert finden kann.
Keine Zeitung kann dies alles bieten was ich möchte, aber ich will auch nicht alle Zeitungen kaufen mit den ganzen Müll drin den ich nicht brauche. Mehr >









